Verseuchte Treiber: Hersteller Geekom infiziert Mini-PCs von Kunden
Mini-PC-Hersteller Geekom hat versehentlich mit Malware verseuchte Netzwerktreiber über seine Website verbreitet. Nutzer bestimmter Modelle sind einem Sicherheitsrisiko ausgesetzt. Betroffene müssen jetzt zwingend aktiv werden.
So wurde zuletzt über eine veraltete Support-Seite ein infizierter Netzwerktreiber für verschiedene Mini-PCs zum Download angeboten. Besitzer der Modelle A7, A8, AE7, AE8, AX7 Pro und AX8 Pro, die das LAN-Paket manuell heruntergeladen haben, könnten daher von der Schadsoftware Asruex betroffen sein. Das Programm gewährt Angreifern weitreichende Administratorrechte auf dem System und hebelt grundlegende Sicherheitsmechanismen aus.
Asruex tauchte erstmals im Jahr 2015 auf und ist in der IT-Branche für ihre Fähigkeiten berüchtigt. Der Trojaner kann Tastatureingaben unbemerkt aufzeichnen, gespeicherte Passwörter stehlen und sensible Nutzerdaten abgreifen. Zudem stellt das Programm eine ständige Verbindung zu externen Befehlsservern her. Geekom erklärte, dass das Treiberpaket auf einer alten Webseite lag. Bei einer Systemumstellung wurde die Seite nicht gelöscht und blieb über Suchmaschinen auffindbar.
Derartige Vorfälle zeigen, dass selbst offizielle Quellen nicht immer gefahrenlos sind. Neben den bereits eingangs erwähnten Vorfällen lieferte auch Geekom-Konkurrent AceMagic vor einiger Zeit Mini-PCs aus, bei denen Schadsoftware direkt ab Werk vorinstalliert war. Im aktuellen Fall von Geekom sind die Geräte im Auslieferungszustand jedoch sauber. Das Problem tritt ausschließlich bei der erwähnten manuellen Treiberinstallation auf.
Wer den Treiber bereits installiert hat, sollte eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems vornehmen, um jegliche Restrisiken vollständig auszuschließen. Entwickler von Geekom arbeiten laut eigenen Angaben nun zudem an neuen internen Prüfverfahren, um solche Fehler in Zukunft zu verhindern. Zukünftig sollten Hardware-Treiber idealerweise direkt über die integrierte Update-Funktion bezogen werden, so das Unternehmen. Das minimiert das Risiko durch veraltete Suchmaschinentreffer.
Habt ihr schon einmal unwissentlich Schadsoftware über offizielle Herstellerseiten heruntergeladen? Teilt eure Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!
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Siehe auch:
Gefahr durch offizielle Treiber
Malware ist ein ernst zu nehmendes Problem. Kriminelle nutzen für die Verbreitung immer häufiger den Namen bekannter Software wie Flyoobe. Noch gefährlicher ist es jedoch, wenn sich ein Virus auf den offiziellen Webseiten der Anbieter versteckt und sich in Treiber einnistet, wie es zuletzt etwa bei Notepad++ und JDownloader der Fall war. Jetzt hat auch Hardware-Hersteller Geekom einen solchen Fall bei sich eingeräumt.So wurde zuletzt über eine veraltete Support-Seite ein infizierter Netzwerktreiber für verschiedene Mini-PCs zum Download angeboten. Besitzer der Modelle A7, A8, AE7, AE8, AX7 Pro und AX8 Pro, die das LAN-Paket manuell heruntergeladen haben, könnten daher von der Schadsoftware Asruex betroffen sein. Das Programm gewährt Angreifern weitreichende Administratorrechte auf dem System und hebelt grundlegende Sicherheitsmechanismen aus.
Asruex tauchte erstmals im Jahr 2015 auf und ist in der IT-Branche für ihre Fähigkeiten berüchtigt. Der Trojaner kann Tastatureingaben unbemerkt aufzeichnen, gespeicherte Passwörter stehlen und sensible Nutzerdaten abgreifen. Zudem stellt das Programm eine ständige Verbindung zu externen Befehlsservern her. Geekom erklärte, dass das Treiberpaket auf einer alten Webseite lag. Bei einer Systemumstellung wurde die Seite nicht gelöscht und blieb über Suchmaschinen auffindbar.
Fragwürdige Bitte des Herstellers
Wie Videocardz berichtet, bestätigten unabhängige Virenscanner den bösartigen Code in der ausführbaren Datei. Der Hersteller hat das betroffene Paket nach Bekanntwerden der Vorwürfe von seinen Servern entfernt und sich in einer Stellungnahme für den Vorfall entschuldigt. Gleichzeitig bat das Unternehmen darum, die ursprüngliche Berichterstattung zu löschen. Die Redaktion lehnte die Anfrage mit Verweis auf die Faktenlage jedoch ab.Derartige Vorfälle zeigen, dass selbst offizielle Quellen nicht immer gefahrenlos sind. Neben den bereits eingangs erwähnten Vorfällen lieferte auch Geekom-Konkurrent AceMagic vor einiger Zeit Mini-PCs aus, bei denen Schadsoftware direkt ab Werk vorinstalliert war. Im aktuellen Fall von Geekom sind die Geräte im Auslieferungszustand jedoch sauber. Das Problem tritt ausschließlich bei der erwähnten manuellen Treiberinstallation auf.
Maßnahmen für Betroffene
Nutzer, die den fraglichen LAN-Treiber heruntergeladen haben, müssen nun zwingend aktiv werden. Geekom rät dazu, die heruntergeladene Installationsdatei sofort zu löschen, natürlich am besten noch vor der Ausführung. Im Anschluss sollte ein vollständiger Systemscan mit dem Windows Defender oder anderen Scannern erfolgen. Abschließend ist eine saubere Neuinstallation der Netzwerktreiber direkt über Windows Update ratsam, um die Sicherheit des Systems wiederherzustellen.Wer den Treiber bereits installiert hat, sollte eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems vornehmen, um jegliche Restrisiken vollständig auszuschließen. Entwickler von Geekom arbeiten laut eigenen Angaben nun zudem an neuen internen Prüfverfahren, um solche Fehler in Zukunft zu verhindern. Zukünftig sollten Hardware-Treiber idealerweise direkt über die integrierte Update-Funktion bezogen werden, so das Unternehmen. Das minimiert das Risiko durch veraltete Suchmaschinentreffer.
Habt ihr schon einmal unwissentlich Schadsoftware über offizielle Herstellerseiten heruntergeladen? Teilt eure Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!
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Zusammenfassung
- Geekom bot versehentlich infizierte LAN-Treiber auf einer alten Website an
- Betroffen sind die Mini-PC-Modelle A7, A8, AE7, AE8, AX7 Pro und AX8 Pro
- Die enthaltene Schadsoftware Asruex kann Tastatureingaben aufzeichnen
- Der Hersteller entfernte die Datei und arbeitet an neuen Sicherheitsvorkehrungen
- Betroffene Nutzer sollten ihr Betriebssystem am besten neu installieren
Siehe auch:
- Getarnte Windows-Malware: USB-Wurm greift Krypto-Wallets an
- Wallpaper Engine: Hintergründe gefährden Steam-Gamer durch Malware
- Großangriff auf Arch Linux: Massive Malware-Einschleusung ins AUR
- Mieser Trick: Angreifer nutzen ChatGPT-Teilen-Links für Malware
- Gefahr auf Steam: Kriminelle bauen Spiel heimlich zu übler Malware um
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